Strategien für Binäre Optionen „One Touch“

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One Touch Optionen sind bei spekulativen Anlegern aufgrund der sehr hohen Renditen beliebt. Wird eine größere Marktbewegung frühzeitig antizipiert sind Renditen von 500 % und mehr möglich. Um einen solchen „Volltreffer“ landen zu können bedarf es einer präzisen Analysetechnik.

Anleger müssen verstehen wie die hohen Renditen von One Touch Optionen zustande kommen. Die hohen Renditen sind das Spiegelbild einer statistisch betrachtet geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, die identisch ist mit dem Einlösungsrisiko des Brokers. Es gilt also, die Statistik zu „überlisten“ und den Markt zu schlagen.

Statistik überlisten mit Charttechnik

Die Rendite einer One Touch Option ist umso höher, je kürzer die Laufzeit des Kontrakts: Die Wahrscheinlichkeit, dass die festgelegte Barriere berührt wird wächst mit der Dauer des Zeitraums, in dem dies geschehen muss. Neben der Laufzeit ist die Volatilität ein entscheidendes Kriterium für die Rendite:Je höher die Marktvolatilität, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit dass die Barriere gerissen wird. Broker verwenden für die Bepreisung ihrer binären Optionen mathematische Modelle, die diese Variablen berücksichtigen.

 Die ideale Strategie für One Touch Optionen antizipiert somit größere Marktbewegungen, bevor (!) der Markt Signale in diese Richtung sendet - wie etwa durch einen Anstieg der Volatilität. Dafür muss der Ausbruch aus wichtigen charttechnischen Formationen oder der Bruch von signifikanten Trendlinien vorhergesagt werden.

Chartformationen und Bruch von Trendlinien

Ein klassisches Beispiel für solche Szenarien sind obere Umkehrformationen. Diese treten nach einem längeren Aufwärtstrend auf und beenden diesen abrupt. Prinzipiell gilt dasselbe für untere Umkehrformationen. Da Kurse in der Regel jedoch deutlich schneller fallen als sie steigen eignen sich obere Formationen für One Touch Optionen sehr viel besser.

 Zu den häufigsten oberen Umkehrformation gehören mehrfache Widerstände: Der Markt scheitert nach einem langen Aufwärtstrend zwei-, drei- oder viermal an einem bestimmten Kursniveau und fällt schließlich deutlich nach unten. Um eine solche Bewegung zu antizipieren müssen zwei Dinge frühzeitig erkannt werden: Erstens, dass es sich um eine Umkehr- und nicht um eine Konsolidierungsformation handelt und zweitens dass die schließlich einsetzende Abwärtsbewegung eine erhebliche Dynamik entwickeln könnte.

Konsolidierungs- von Umkehrformationen unterscheiden

Es gibt insgesamt vier Indizien, die für die frühzeitige Unterscheidung zwischen Konsolidierungs- und Umkehrformationen nützlich sind: Die Handelsumsätze, Kurslücken, Umkehrtage und Unterstützungen. Im Idealfall tritt ein Umkehrtag mit Bullenfalle auf: Der Markt markiert ein neues Hoch minimal über dem Widerstand, um noch in derselben Handelssitzung deutlich zu fallen und unter dem vorangegangenen Tagestief zu schließen.

 Eröffnet der Markt am folgenden Handelstag mit einer Kurslücke zum Vortag ist dies ein starkes Indiz für eine dynamische Abwärtsbewegung. Im Bereich horizontaler, oberer Umkehrformationen finden sich diverse Hofs und Tiefs die als Unterstützung fungieren. Werden diese rasch und deutlich unterschritten spricht das ebenfalls für einen einsetzenden Abwärtstrend. Wie immer in der Technischen Analyse sollten die Handelsumsätze die Beobachtungen bestätigen: Mit dem Rückgang der Kurse sollten die Umsätze steigen.

One Touch Optionen Strategie

Wurde eine Marktkonstellation mit größerem Potenzial ausgemacht muss eine One Touch Option auf einem geeigneten Niveau platziert werden. Dabei ist ein Zielkonflikt zu lösen: Je weiter die Barriere der Option vom aktuellen Kurs des Marktes entfernt ist desto höher fällt die Rendite aus. Egal wie viele Indizien für eine starke Bewegung vorliegen: Wie weit der Markt genau läuft und wie lange er dafür benötigt lässt sich nur sehr schwer abschätzen.

jaDeshalb ist eine Aufteilung des Einsatzes auf mehrere Optionen mit Barrieren auf unterschiedlichen Kurslevels empfehlenswert. Ist eine Marktbewegung und zum Beispiel 10 % realistisch kann eine Barriere bei 7 %, eine bei 10 % und eine weitere bei 13 % platziert werden. Kommt es tatsächlich zu einer Marktbewegung um 10 % muss der Broker immerhin zwei der Optionen einlösen.

 

Optionen nicht zu ambitioniert platzieren

Vor allem Einsteiger begehen häufig den Fehler, One Touch Optionen zu weit entfernt vom Marktniveau zu platzieren. Einsteiger besitzen häufig besonders viel (Kurs-)Phantasie und rechnen mit sehr starken Kursbewegungen, die erfahrungsgemäß jedoch nur relativ selten tatsächlich auftreten. Strategien für One Touch Optionen sollten darauf ausgelegt sein relativ häufig mit einer realistischen Eintrittswahrscheinlichkeit zu handeln. Für Spekulationen auf einen „Supercrash“ eignen sich Binäre Optionen aufgrund der nach oben begrenzten Rendite ohnehin nicht.