Binäre Optionen- Strategie für Anfänger

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Binäre Optionen sind Derivate, was so viel bedeutet, dass sich deren Wert vom Kurswert eines Basiswerts ableitet. Basiswerte können Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen sein. Es ist daher nicht verwunderlich, dass gängige Strategien im Handel von binären Optionen dieselben sind wie im Handel dieser Basiswerte.

Im kurzfristigen Handel, auch intraday genannt, findet die technische Analyse oft Anwendung. Es ist unter Händlern bekannt, dass Kurse sich in Trends bewegen. Eine der beliebtesten Strategien ist daher das Trendfollowing. Die Strategie macht sich den Umstand zunutze, dass die Wahrscheinlichkeit einer Trendfortsetzung höher ist als einer Trendumkehr.

Wie identifiziert man Trends?

Es gibt mehrere Methoden um Trends mit binären Optionen zu handeln. Sie unterscheiden sich zum einen in der Art wie man einen Trend identifiziert und darin, welchen Preis man als Kaufpunkt nutzt. Zunächst sollte man einen Trend identifizieren. In der Praxis erfolgt das über Trendlinien oder technische Indikatoren.

explain chartTrendlinien werden dabei bei Aufwärtstrends unterhalb der Kurse gezogen. Diese Linien verbinden relevante Tiefpunkte innerhalb des Trends. In Abwärtstrends werden Hochpunkte miteinander verbunden. Man kann allerdings auch Trendkanäle zeichnen, indem man sowohl die Tiefs als auch Hochs miteinander verbindet. Zwei Tief-bzw. Hochpunkte deuten auf einen Trend hin.

Die Identifikation von Trends mit Hilfe technischer Indikatoren erfolgt ähnlich. Der beliebteste Indikator ist der gleitende Durchschnitt, der bezogen auf eine eingestellte Periode den durchschnittlichen Preis berechnet. Solange sich der Kurs oberhalb des Durchschnitts befindet, ist von einem Aufwärtstrend auszugehen. Bei Kursen unterhalb des Durchschnitts von einem Abwärtstrend. Es hat sich in der Praxis besonders der 200er Durchschnitt als maßgeblich herausgestellt.

Wie definiert man Kaufpunkte?

Nach dem man einen Trend identifiziert hat, stellt sich die Frage nach dem richtigen Entry bzw. Kaufpunkt. Dafür gibt es einige Methoden, die davon abhängig sind ob man in Trendrichtung handeln oder eher Korrekturen innerhalb des Trends nutzen möchte.

green redIm ersten Fall ist es sinnvoll am Tief eines Trends Call-Optionen zu kaufen. Setzt beispielsweise der Kurs, der sich in einem Aufwärtstrend befindet auf die untere Trendlinie auf, bildet also ein Tief aus, so ist das ein guter Einstiegspunkt für eine Call-Option.

Im zweiten Fall nutzt der Händler eher die Hochpunkte eines Trends um Put-Optionen zu kaufen, da man davon ausgehen kann, dass eine Korrektur an diesem Punkt stattfinden wird.

Kaufpunkte auf Basis des gleitenden Durchschnitts funktionieren ähnlich, nur dass man bei gleitenden Durchschnitten keine Einstiegspunkte für den Korrekturhandel hat, da sie immer nur unter oder über den Kursen verlaufen. Gleitende Durchschnitte liefern daher nur Kaufpunkte um in Richtung des Trends zu handeln.

Fazit

Egal ob im Handel von binären Optionen oder anderen Produkten, die Trendfolgestrategie ist aus dem Handel nicht mehr wegzudenken. Studien, die sich mit Trendfolgestrategien beschäftigen, haben längst das Potential von Trends bewiesen. Aber auch im kurzfristigen Daytrading können Trends gehandelt werden.

Anfänger sollten nur darauf achten, dass Trends auf kurzfristiger Basis viel schneller ihre Richtung ändern als es auf höherer Zeitbasis der Fall ist. Oft werden von Profis weitere Indikatoren als Filter genutzt um die Trendstärke zu identifizieren. Damit versuchen sie genau diesem Umstand Rechnung zu tragen.