Handelsarten binärer Optionen

Waehrungen

Es gibt verschiedene Typen binärer Optionen die sogenannten Handelsarten. Eines haben allerdings alle gemeinsam - Sie spekulieren auf das Steigen oder Fallen eines Kursverlaufs. Die Urform bildet dabei die klassiche Call - und Put-Option. Welche Handelsarten es noch gibt erfahren Sie in unserem Artikel.

Call- und Put-Optionen - Der Klassiker

Der Klassiker unter den binären Optionen ist der so genannte Call-/ und Put-Handel bzw. Up-/ und Down-Handel. Begrifflich begegnen Händlern an anderer Stelle unter Umständen weitere Namen wie „Hoch/Tief“, die jedoch nichts anderes meinen. Um diese Handelsart zu verstehen, braucht es ein Grundverständnis dafür, was „binär“ eigentlich bedeutet. Der Fachbegriff aus der Mathematik definiert, dass es für die Kursentwicklung im Grunde nur zwei Richtungen gibt: Entweder ein Kurs steigt oder er fällt.

BancdeBinary Plattform

Abb. Call und Put-Optionen bei Banc de Binary handeln.

Und genau diese Richtungsänderung müssen Trader korrekt vorhersagen, um erfolgreich zu investieren. Als „Call“-Option wird eine Option bezeichnet, bei der Händler auf einen Kursanstieg zum Laufzeitende setzen. Bei Put-Optionen gehen Trader von einem Kursrückgang aus. Üblicherweise sind in diesem Basisbereich Renditen von 60 bis 80 Prozent möglich, wenige Binäre Optionen Broker versprechen ihren Kunden noch etwas mehr als diese Werte.

Klare Aufteilung der Basiswerte bei den Brokern

Bis auf wenige Ausnahmen am Markt stammen die den binären Optionen zugrunde liegenden Basiswerte aus den Sparten Aktien, Indizes, Rohstoffe und Devisenpaare. Die Auswahl in den Bereichen wiederum schwankt ebenfalls zwischen den Broker-Modellen. In einigen Fällen stellen die Anbieter eher eine überschaubare Auswahl zusammen, andere Dienstleister der Branche arbeiten mit einer dreistelligen Vielfalt von Assets (Basiswerten).

Eine Aussage, die auf nahezu alle Handelsarten zutrifft: Die Laufzeiten, für die sich Trader entscheiden können, variieren. So gibt es Broker, die sich eher auf kurzfristige Optionen konzentrieren, während andere Mitbewerber ihren Kunden den Handel mit Laufzeiten von Wochen oder Monaten in Aussicht stellen. Beides kann je nach Marktlage interessant und rentabel sein.

Turbo-Optionen: 30- und 60-Sekunden-Trades

Turbo-Optionen bilden eine weitere Handelsart binärer Optionen. Wie der Name schon zum Ausdruck bringt, sind die Laufzeiten sehr stark verkürzt. Zwischen 30-, 60- und sogar 120-Sekunden betragen die Laufzeiten. Einige Broker bieten sogar 10-Sekunden Trades an. Die Turbo-Option ist dabei vom Charakter identisch wie die Call - und Put-Option. Lediglich die Laufzeit unterscheidet die Optionsarten.

BDSwiss Plattform

Abb. Turbo Optionen bei BDSwiss handeln

Beide Modelle fallen in den Bereich des Turbo-Handels und sind eher etwas für Trader, die zwar mit der Materie und den Risiken vertraut sind, dabei aber dennoch einen ruhigen Kopf bewahren. Denn es braucht eine gewisse Übersicht, um in einer einzigen Minute die richtige Entscheidung zu treffen. Es liegt auf der Hand, dass diese Entscheidungen bei nur 30 Sekunden noch schwerer fallen.

Touch-Optionen

Touch-Optionen werden momentan immer populärer und finden langsam in das Standard-Angebot aller Broker. Handelsarten dieser binären Option müssen ein Kursziel während der Laufzeit einmal "berührt" = One Touch oder einmal "nicht berührt" No-Touch haben.

24option Touch Optionen

Abb. Touch-Optionen bei 24option

One-Touch

Binäre Optionen nach dem System „One Touch“ sehen vor, dass ein vom Händler vorhergesagtes Kursziel eines der Option zugrundeliegenden Basiswertes spätestens zum Laufzeitende wenigstens ein einziges Mal "berührt" haben. Ob dieses Ereignis letztlich am Ende oder bereits während der Laufzeit eintritt, ist für den Erfolg nicht von Bedeutung.

Mehrmaliges Erreichen des Zielkurses hat nach dem ersten Ereignis keinerlei Auswirkungen auf den Ausgang der Option und den Erfolg. Wird das Ziel nicht wenigstens einmal erreicht, endet die Option aus dem Geld und der Einsatz ist verloren.

No-Touch

No-Touch bilden von der Zieldefinition das gegenteil zu One-Touch Optionen. Bei der No-Touch Option darf das Kursziel nicht erreicht werden um den Trade zu gewinnen.

„Range“(Boundary)-Optionen

Buy Sell RangeDer so genannte „Range“-Handel hat je nach Broker verschiedene andere Namen. Ebenso geläufig ist der Begriff des Boundary-Handels oder der Boarder-Optionen. Auch als Grenzwert-Optionen wird diese Handelsart bei einigen Brokern geführt. Die Ausrichtung kann zwei verschiedene Formen aufweisen.

Wahlweise legen sich Trader dahingehend fest, ob der Asset-Kurs während der gesamten Laufzeit innerhalb oder außerhalb eines bestimmten Kursbereichs liegen wird. Unterschiede gibt es insofern, dass es Anbieter gibt, die das Definieren der Kurs-Fenster ihren Kunden überlassen, und solchen Brokern, die selbst Kursbereiche vorgeben. Ihren Namen verdanken diese binäre Optionen dem englischen Begriff für den Kursbereich – also der „Range“.

Eigene Optionen mit dem Optionbuilder

In einigen Fällen können Trader beim Handel binärer Optionen auch eigene Optionen zusammenstellen und somit im Grunde selbst eine Handelsart erfinden. Dabei geht es darum, durch die Festlegung der Laufzeiten, Assets und erwünschten Rendite ein individuelles Gewinn-Verlust-Risiko zu bestimmen. Streben Trader eine überdurchschnittlich gute Rendite an, fällt im Gegenzug das Risiko eines Verlusts deutlich größer aus.

„High-Yield“-Optionen mit bis 500% Rendite

Maximale Renditen können Trader auch durch den so genannten „High-Yield“-Modus erzielen, der vor allem in Verbindung mit dem One Touch-Handel fester Bestandteil vieler Trading-Modelle ist. Bei einem entsprechend hohen Verlustrisiko verspricht mancher Broker in diesem Bereich Gewinne in Höhe von bis zu 500 Prozent pro Position. Zum Teil bietet sich Händlern die Chance zur Nutzung von Extra-Funktionen, um die geplanten Laufzeiten zu verlängern (Bsp.: „Roll Over“) oder zum vorzeitigen Schließen der Optionen („Early Closure“-Funktion).

Beide Varianten bieten die Gelegenheit, auf veränderte Situationen an den Märkten zu reagieren. Auch das Einstellen von Einstiegskursen für „Entry-Orders“ oder Limits erlaubt Händlern die Individualisierung. Welche Handelsarten gibt es? Diese Frage ist also nur ein Teil der Wahrheit, wenn Händler wissen möchten, in welcher Weise sie binäre Optionen traden können. Garantieren Broker darüber hinaus eine voreingestellte Verlustabsicherung, ist im Ernstfall zumindest nicht der vollständige Einsatz verloren, wenn man sich bei der Auswahl der Handelswerte, Handelsarten und Laufzeiten falsch entschieden hat.