Risiko- und Moneymanagement binärer Optionen

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Jeder Trader muss wichtige Faktoren beachten, wenn er mit Binären Optionen längerfristig Geld verdienen will. Das Verständnis, wie Binären Optionen funktionieren, ist nur ein Aspekt beim Handel mit Binären Optionen. Ein anderer von großer Bedeutung ist das Risiko- und Moneymanagement. Kurz gesagt geht es hier um die Strategie, die der Trader bezüglich seines Kapitals verwendet. Die Begriffe Risikomanagement und Moneymanagement sind oft deckungsgleich anwendbar.

Ein Händler, der Risiko- und Moneymanagement betreibt und das sollte er, verfügt über ein Verteidigungskonzept, welches sein Kapital beschützt. Das heißt nichts anders, als das er an einem nächsten Tag wieder traden kann. Außerdem unterstützt dieses Strategie auch die Performance. Durch Moneymanagement erfährt der Trader, ob er genug Geld hat, um weitere Positionen traden zu können.

Moneymanagement/Risikomanagement gilt als der zentrale Faktor, der über Erfolg und Misserfolg vor allem bei Hebelprodukten entscheidet. Solides Risikomanagement lässt sich offensiv und gewinnbringend einsetzen. Der Italiener und Renaissance-Schriftsteller Machiavelli hat das oft zitierte Sprichwort geprägt: „der Zweck heiligt die Mittel". Beim Risikomanagement muss der Trader seine finanziellen Mittel verwalten, um die prognostizierten und erwarteten Ziele bzw. Zwecke zu erreichen.

Nicht selten richtet ein neuer Trader den Fokus nur auf Kapitalzuwachs und vernachlässigt dabei den Kapitalerhalt. In einigen Fällen ist es sogar angebracht, einen Verlust zu realisieren, weil dadurch größere, katastrophalere Verluste zu vermeiden sind. Ein Trader muss sich darauf einstellen, kurzfristig ein Gefecht zu verlieren, um am Ende doch als Sieger dazustehen.

Binäre Optionen – Risiko- und Moneymanagement

Die Grundlagen des Risiko- und Moneymanagements unterscheiden sich bezogen auf Binäre Optionen ein wenig von eigentlich allen anderen Anlagen an der Börse. Der Grund ist, dass der Trader können bei dieser Art Finanzinstrument keinen Stopp-Loss nachziehen kann. Vielmehr gilt “hop oder top / alles oder nichts“. Für die Strategie für ein Risiko- und Moneymanagement bedeutet das: Die Regulierung des Verlustrisikos ist allein mit der Größe des eingesetzten Kapitals zu bestimmen.

Diese Positionsgröße nutzt man für das Moneymanagement auch bei anderen Anlagen. Bei Binären Optionen können Positionen, die im Gewinn liegen, aufgestockt (pyramidisiert) werden. Ab dem Erreichen der Gewinnschwelle ist es zudem möglich, weitere Positionen einzugehen.

Wie ist Risiko- und Moneymanagement bei Binären Optionen möglich?

Der Erfolg beim Handel mit Binären Optionen hängt nicht nur von der Struktur des Produkts, sondern in erster Linie vom Trader ab. Beim Moneymanagement geht es daher nicht um das Produkt an sich, sondern um das Verwalten des vorhandenen Kapitals.

Moneymanagement umfasst all jene Tätigkeiten, die sich auf die Kapitalverwaltung beziehen. Eng gefasst, dient es lediglich der Bestimmung des nächsten Einsatzes, wobei das vorhandene Kapital ein Entscheidungskriterium ist. Besitzt der Trader ein Kapital von 200 Euro und setzt für einen Trade 100 Euro, geht er ein hohes Risiko. Denn 50% sind zu viel. Um die Kapitaldecke zu schonen und sich vor schnellen Verlusten zu schützen, ist es besser nur 10 Euro pro Trade einzusetzen. Mehr als 5 Prozent des Tradingkapitals sollten nicht pro Einzeltrade eingesetzt werden.

Risikomanagement ist eigentlich eine weitere Abgrenzung vom allgemeinen Moneymanagement. Im Rahmen des Risikomanagements berechnet der Händler nicht die Positionsgröße Kapitaleinsatz, sondern den maximal hinnehmbaren Verlust. Dem liegen seine Risikopräferenzen zugrunde. Der Händler verwaltet Kapital und sein Risiko. Er kann beispielsweise 5 % als Verlustmöglichkeit festlegen. Diesen Prozentwert kalkuliert er als möglichen Verlust bei dem Trade ein.

Im Fall von binären Optionen erübrigt sich ein erweitertes Risikomanagement. Der Grund ist, dass der höchstmögliche Verlust schon in der Struktur des Produktes eingebaut ist. Für den Händler von binären Optionen geht es in erster Linie um das Moneymanagement.

Fazit: Risiko- und Moneymanagement – für Erfolg unabdingbar

Solides Risiko- und Moneymanagement entsteht aus der Erkenntnis, dass es für einen Handelserfolg unabdingbar ist, mit einem bestimmten geringen Prozentsatz des Kapitals innerhalb einer Position zu traden. Wenn ein Trader sein Kapital nicht managt, gleicht das einem Gang ins Casino. Das Scheitern von Anfänger-Tradern beruht häufig auf einer mangelnden Anwendung von Moneymanagement-Prinzipien. Sie nutzen ohne es zu wissen Leverage. Für ein Scheitern reichen dann bereits normale Marktschwankungen aus.